Warum es bei Glaubensdebatten nicht nur um Wissen und Argumente geht

Shownotes

Es wird mehr öffentlich debattiert als jemals zuvor in der Geschichte. Dabei scheint es jedoch so, dass die Fronten bereits verhärtet sind: In der Politik, in philosophischen Fragen und in Glaubensfragen. Woran liegt das, wenn wir doch mehr Zugang zu wissen haben als je zuvor? Warum scheinen Fakten und Argumente nicht zu funktionieren?

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00:00:13: Vielleicht kennst du das?

00:00:15: Du schaust eine Debatte auf YouTube, die gibt's ja mittlerweile zuhauf.

00:00:19: Und die wird meistens zweimal hochgeladen bei jedem Kanal von den Debatieren und du schauchst dann auf beide Kanäle und guckst so in die Kommentare umzusehen.

00:00:27: Wir hatten die Community so diese Debatte aufgenommen.

00:00:30: Ein Effekt der mir sehr häufig begegnet und dir vielleicht auch ist es gibt keinen klaren Gewinner.

00:00:35: Jede Community erklärt ihren eigenen Mann zum Sieger!

00:00:41: Das scheint erstmal ein natürliches Phänomen zu sein.

00:00:42: Natürlich möchte jeder das der eigene gewinnt, aber wenn man sich so die Kommentare dann durchschaut, dann fehlen da Kommentare nämlich von Leuten, die sagen mich haben Argumente wirklich überzeugt und ich glaube dass ist ein großes und nicht zu unterschätzenes Problem, dass uns die Frage stellt es wird so viel debattiert und diskutiert in unserer heutigen Zeit Es gibt so viele Zugang zu Debatten allen Themen, sei es im politischen Bereich.

00:01:11: Sei es im sozialen Bereich, sei ist im religiösen Bereich, im weltanschaulichen Bereich insgesamt und dennoch hat man den Eindruck eigentlich lässt sich so gut wie niemand wirklich überzeugen.

00:01:25: Diese Frage warum das so ist?

00:01:28: Ist eine Frage die sich mit dem Thema der sogenannten Epistemologie beschäftigt.

00:01:32: also die Epistemologie ist eine Unterkategorie in der Philosophie die sich mit der Frage beschäftigt, wie entsteht Erkenntnis und Wissen.

00:01:41: Und meine These ist die folgende Wir glauben meistens dass das Grundproblem der Epistemologie Wissensvermittlung ist.

00:01:49: Das heißt ich muss einfach mehr Wissen vermitteln Ich muss mehr Fakten vermittelt und dann wird der andere überzeugt!

00:01:55: Ich glaube aber dass unsere Zeit zeigt Dass es nicht stimmt.

00:02:01: wir haben heutzutage und das müssen wir bewusst machen Mehr Zugang zu wissen an jedem Ort zu jeder Zeit als jemals zuvor in der Geschichte.

00:02:10: Wenn wir den letzten Jahrhunderten anschauen, dann war Wissen auf etwas sehr exklusives jedenfalls bestimmte Form von Wissen.

00:02:16: es waren zum Beispiel bestimmte akademische Kreise wo nicht jeder einfach Zugang hatte.

00:02:20: heute hat jeder zur jederzeit Zugang zu jeder Form von wissen wenn er denn sich die Arbeit macht das zu suchen obwohl wir gleich darauf kommen werden dass das auch gar nicht mehr so viel Arbeit ist und das ist erstmal etwas total Positives.

00:02:33: Es führt aber zu einem Phänomen das du vielleicht auch wahrnimmst Denn es gibt mittlerweile einfach für jede debattierbare Position eine Fülle an Argumenten.

00:02:43: Das kann in naturwissenschaftlichen Debatten sein, nehmen wir zum Beispiel Anhänger der flachen Erde – da findest du also wenn Du auf YouTube und in Reddit gehst genügend Argumente die diese Leute vorbringen?

00:02:54: Natürlich genauso auch für die Gegendpositionen, die Leute die keine flache Erde vertreten!

00:02:58: Genauso ist das im religiösen Bereich.

00:03:00: Jeder Vertreter seiner religiöseren Idee kann eine Füllung an Argumenten für seine Position vorbringen Und der Effekt den wir erwarten würden wäre, ja dann kristallisiert sich ein noch klarer heraus wer Recht hat.

00:03:14: Weil wir haben jetzt Zugang zu jedem Wissen und da können wir wirklich alles wissen miteinander abgleichen.

00:03:19: Nur der Effekte in der Realität ist ein ganz anderer.

00:03:23: Der Effekt, den wir sehen auch in dieser Verhärtung in den Kommentarspalten von verschiedenen Foren- und YouTube-Videos und so ist der folgende Argumente werden immer mehr inflationär wahrgenommen.

00:03:35: Vielleicht hörst du das nicht so gerne!

00:03:37: Wenn du sagst, nee das stimmt nicht.

00:03:38: aber ich möchte erklären warum das so ist.

00:03:41: Inflationäre Argumente bedeutet die Menschen haben eher den Eindruck naja wenn es für jede Position Argumnte gibt und jeder Fakten auf dem Tisch liegt und es für jede Position rhetorische Sprecher gibt seriös und wissenschaftlich auftreten können, dann müsste ich mir die Arbeit machen wirklich ganz genau zu prüfen und genau nachzuschauen.

00:04:01: Ist da jetzt irgendwo ein kleiner Fehler oder was ist jetzt wirklich noch wissenschaftlicher?

00:04:05: Ich müsste alle Quellen nachlesen.

00:04:06: das kann nicht!

00:04:09: Und damit habe ich das Gefühl diese Argumente werden irgendwie alle gleichwertig.

00:04:14: ja jeder hat Argumnte für seine Position und es passt sehr gut zur postmodern Zeit in der gesagt wird naja Meine Wahrheit ist nun mal der Maßstab und mein inneres Empfinden ist ein maßgeblicher Anzeiger für Wahrheit.

00:04:28: Wenn dem so ist, dann brauche ich mir nicht die Arbeit machen um mich mit irgendwelchen anderen Positionen zu beschäftigen die alle gleich gut klingen.

00:04:36: Ich bleibe einfach bei meiner Position.

00:04:41: Das ist ein großes Problem unserer Zeit.

00:04:46: Die eigentliche Diagnose ist also meine Ansicht nach Nicht.

00:04:50: Wir brauchen mehr Informationskanäle Das brauchen wir auch, ich möchte das nicht per se jetzt hier schwarz-weiß gegeneinander ausspielen.

00:04:56: Wir brauchen auch Informationskanäle weil auch manchmal Menschen einfach in die Irre geleitet werden weil sie kein Wissen zu Dingen haben.

00:05:03: aber es gibt einen anderen Faktor den wir vielleicht gar nicht beachten oder vergessen haben zu beachten in den letzten Jahren und Jahrzehnten der wieder neu aufgelebt werden muss Und dass ist ein Unterbereich der Epistemologie also dieser philosophischen Disziplin von erkennen und wissen Und das nennt sich Tugendepistemologie.

00:05:23: Und Tugenderpistemologie stellt nicht die Frage, was genau ist Wissen und wie kommt Erkenntnis per See zustande?

00:05:30: Sondern sie beschäftigt sich mit dem Träger von Wissen nämlich den Menschen und sagt naja vielleicht braucht der Mensch bestimmte Eigenschaften, bestimmte Charakterzüge damit erkennt es und Wissen überhaupt ermöglicht wird.

00:05:46: Und die Tugendepistematologie versucht also aufzustellen, was sind denn das für Eigenschaften?

00:05:51: Wie können wir sie voneinander unterscheiden?

00:05:53: Wie kann man die gliedern?

00:05:54: Sind die universell oder sind die kulturell bedingt und welche?

00:05:58: diese Eigenschafte sind maßgeblich um Wissen und Erkenntnis zu begünstigen.

00:06:03: Meine These meine Hauptthese in diesem Video ist Wir müssen weiter argumentieren und wir müssen weiter wissen vermitteln aber ich glaube dass das uns auch heutige Zeit eine untergeordnete Kategorie spielen wird Und wir müssen etwas anderes vermitteln, nämlich Tugenden.

00:06:21: Was meine ich damit?

00:06:23: Wahrheit wird nicht einfach nur gedacht!

00:06:26: Der Mensch ist kein rein rationales Wesen – das ist ein Vorteil und ein Nachteil.

00:06:32: Und da wir keine rein rationalen Wesen sind sondern wissen oder Kenntnis immer ganzheitlich geschieht lehnen Menschenwissen nicht einfach ab weil sie alles rational durchleuchten.

00:06:41: Sondern wir haben zum Beispiel ein Phänomen, das nennt sich confirmation bias.

00:06:45: Das ist ein irrationales Phänomene, dass aber jeden Menschen betrifft.

00:06:48: Confirmation bias bedeutet Wir haben die Tendenz wenn wir etwas hören unsere eigene Position zu bestärken also zu filtern in den Informationen die uns gegeben werden.

00:06:57: was spricht für meine Position und das erhebe ich, das stärke ich innerlich Und das was gegen meine Positionen spricht wird von mir automatisch relativiert und abgewertet obwohl die Information an sich vielleicht gleichwertig sind.

00:07:09: Wir kommen ganz schwer raus, dass diese Confirmation bei ist.

00:07:12: Und es ist ein Phänomen das irrationales.

00:07:15: Rational gesehen müsste ich alles abgleichen und mir die Arbeit machen, das wirklich aufzudrösen.

00:07:19: Das ist aber erstmal sehr viel Arbeit in vielen Bereichen und es widerspricht unserem Wesen weil wir immer selbst bestätigt werden wollen.

00:07:30: Der eigentliche Erkenntnispunkt ist doch der folgende Zwei Menschen können dasselbe Argument hören und kommen zu ganz unterschiedlichen Schlüssen.

00:07:39: Und das ist komplex.

00:07:40: wie das zustande kommt, ich versuche in diesem Video das nicht zu simplifizieren oder zu vereinfachen.

00:07:45: Aber der Grund ist nicht die Intelligenz!

00:07:49: Ich glaube wir können nicht aufzeigen, dass der Faktor von wahre Erkenntnis und falsche Erkenntnissen ein Intelligenzfaktor ist.

00:07:56: Sondern es ist eine... ...eine Ergänzung der Intelligenzen in Charakterzügen, also in Tugenden.

00:08:05: Und Tugende sind eben Dinge die nicht situativ auftreten sondern Tugendern sind beständige Charaktereigenschaften.

00:08:13: Jetzt gibt es in der Epistemologie da eine große Bandbreite worüber sich Leute oft einig sind und ich würde mal ein paar dieser Tugenen aufzählen die hier eine Rolle spielen könnten zum Beispiel Demut Aufrichtigkeit Lernbereinschaft Geduld oder Wahrheitsliebe.

00:08:34: Diese Dinge sind sehr einleuchtend, hängen irgendwie damit zusammen ob ich etwas erkenne.

00:08:39: Ich meine wenn ich nicht demütig bin auch mal einzugestehen dass ich falsch liege dann werde ich mir selbst gar nicht erlauben mich korrigieren zu lassen.

00:08:47: Wenn ich nicht aufrichtig bin Dann werde ich mich selbst belügen um an meiner position festhalten zu können und so weiter und sofort als ihr versteht was ich meine.

00:08:55: Und deshalb glaube ich scheitern Debatten ganz oft nicht an der vermittlung von Wissen Sondern sie scheitert an der Vermittlung von Tugenden!

00:09:03: Das spielt für die Apologetik eine große Rolle.

00:09:07: Klassische Apologetik ist ganz viel klassische Wissensvermittlungen und Argumentvermittlung.

00:09:13: Ich glaube aber, dass moderne Apologätik das in dieser Form nicht mehr tun kann!

00:09:19: Ich glaube auch, dass es in anderen Bereichen so ist – ich glaube auch im didaktischen Bereich wird es in Zukunft weniger um Wissensermittlung gehen sondern vielmehr um Kompetenzen und Tugenden.

00:09:30: Und diese Kompetensen und Tugen müssen implementiert werden in unsere Argumente.

00:09:35: Sie müssen mit hineingenommen werden als ein eigenes Argument, um unser Gegenüber zu überzeugen.

00:09:43: Es gibt mehrere Tugendepistemologen die sie damit beschäftigen.

00:09:47: Ernst Sosa zum Beispiel oder der Autor Jay Wood, der ja ein sehr interessantes Buch geschrieben hat Epistemology in dem er zunächst einmal aufdrüsselt.

00:09:57: es gibt ja Tugenden die für verschiedene Dinge zuständig sind.

00:10:01: also wir brauchen Tugende die uns erstmal helfen wissen anzueignen.

00:10:05: Dann brauchen wir Tugenden, die uns dabei helfen, Wissen zu kommunizieren.

00:10:10: Wir brauchen Tugende, die es dabei helfen wissen zu erhalten und zu konservieren.

00:10:16: Und wir brauchen Tugenen, die sie dabei helfen umzusetzen in die Tat!

00:10:22: Für all diese Bereiche gibt es eben verschiedene Tugendinnen, die wir jetzt auflisten können – ich empfehle hier sehr das Buch von Wood Epistemology Becoming Intellectually Virtuous.

00:10:33: da führt er das genauer aus.

00:10:35: Aber im Prinzip wird deutlich in den ersten Kapiteln von diesem Buch Epistemology Wissensvermittlung muss immer einhergehen mit der Frage, bist du als mein Gegenüber bereit zum Beispiel die Tugenden zur Wissenserhalt auszuleben?

00:10:54: Bist Du als mein Gegend überbereit die Turgenden zur wissens Vermittlung auszulleben?

00:10:59: Möchte ich mal ein Beispiel geben.

00:11:03: Angenommen – Ich bin in einem Argument Und mein Gegenüber merkt innerlich, ja da habe ich einen Punkt und er müsste sich jetzt damit beschäftigen.

00:11:14: Ich sage ihm hey liest dieses Buch schau das nach schaut ihr die Argumente an aber er besitzt nicht die Tugend des Fleisses wie die wesentlich ist zum Erhalt von Wissen.

00:11:25: dann wird er nach Hause gehen und würde sagen dass es mir zu viel Arbeit.

00:11:29: so wichtig ist es mir nicht wirklich die Wahrheit zu finden.

00:11:32: also mache ich mir die Arbeit.

00:11:34: Ich kann das beste Argument vorgebracht haben, er hat es vielleicht sogar verstanden.

00:11:38: Aber weil er nicht fleißig ist wird das Ganze versickern!

00:11:45: Ich glaube dass wir einen Mangel an Tugendvermittlungen haben.

00:11:49: Wir sind in einer Zeit in der Selbstoptimierung wahnsinnig wichtiges.

00:11:54: Aber Selbstoptimierung geschieht ganz viel im Bereich von pragmatischen Kompetenzen.

00:12:00: Das heißt, hier geht es um praktische Intelligenz.

00:12:03: Praktische Intelligenz im Sprachbereich.

00:12:05: Praaktische Intelligent in dem logischen Bereich.

00:12:07: Es geht natürlich ganz viel um unseren Körper und unsere Fitness.

00:12:10: Und diese Selbstoptimmung... beschäftigt sich aber nicht mit einem Charakter.

00:12:15: Warum?

00:12:16: Weil wir in unserer heutigen Zeit kein Modell haben für einen idealen Charakter, sondern Charakter in der postmoderne oder tendenziell in der Postmodernzeit ist etwas individuelles.

00:12:27: Es ist etwas Empfundenes, dem gar kein Label aufgedrückt werden kann von guter Charakter und schlechter Charakter.

00:12:34: Sondern Charakter ist immer etwas was damit zusammenhängt ob ich in mir selbst zufrieden bin.

00:12:40: dann habe ich wohl einen ausgeglichenen und guten Charakter auch wenn andere vielleicht nicht mit mir klarkommen.

00:12:46: Wir haben hier also leicht nazistische Veranlagungen kollektiv in unserer Gesellschaft Und Wenn wir das nicht beachten und immer noch darauf pochen zu sagen ja Argumente haben nur mit Wissen zu tun dann vermitteln wir folgendes.

00:13:00: Du kannst dir Wissen sehr schnell aneignen, also du musst ja nur ein Artikel durchlesen und dann hast du ja Wissen oder du musst nur die KI fragen und zu der kommen wir gleich und dann hasst du Wissen!

00:13:14: Das Problem ist nur Fakten sind schnell angeeignet aber Tugenden nicht.

00:13:21: Wenn Tugenden beständige Charaktereigenschaften sind, dann erfordern Tugende tatsächlich die Einübung dieser Tugend.

00:13:28: Und deswegen sagt man dass die Epistemologie nicht eine diskriptive Disziplin ist in der Philosophie also die einfach nur beschreibt wie der Mensch halt Wissen erlangt sondern sie ist eine normative Disziplin die im Prinzip dem Menschen sagt wie ihr Wissen zu Erlernen hat.

00:13:46: Sie richtet also nicht einfach nur Informationen an den Menschen, sondern die Tugend der Pistemologie besonders ist normativ an den menschen gerichtet und sagt so hast du dich zu verhalten.

00:13:56: das hast du zu tun damit Du ein Mensch wirst der Wissen und Erkenntnis besitzt.

00:14:03: Tugenden brauchen Zeit.

00:14:07: Das Problem ist wir sind eine Gesellschaft Die die tugende Geduld nicht hochhält.

00:14:14: alles muss schnell gehen, weil wir mit der Zeit mithalten müssen.

00:14:17: Ich meine das merken wie hier auch.

00:14:19: Wir müssen hier Content produzieren und er muss schnell produziert werden.

00:14:22: man muss ständig Dinge raushauen Und dass wieder strebt dieser Tugend die sagt wir wollen gründlich sein und geduldig sein bis wir tatsächlich Wissen erlangt haben.

00:14:33: Das ist also ein Dilemma unsererzeit.

00:14:35: Man muss sich also Kompetenzen aneignen die einer zu führen Dass man sehr leistungsstarkes im kognitiven Bereich damit alles sehr schnell angeeignet werden kann.

00:14:43: Die Frage ist nur schaffen wir es dann nur Fakten zu vermitteln oder auch tatsächliche Erkenntnis.

00:14:50: Eine ganz kurze Unterbrechung, findest du die Inhalte hier hilfreich und gut?

00:14:54: Dann kannst du diese Inhalter weiter möglich machen indem du uns finanziell unterstützt!

00:15:00: Das Apologetikprojekt basiert auf freiwilligen Spendern und wenn du dazu weitere Informationen möchtest wie du uns unterstützen kannst gehe gerne auf unsere Website www.apologetich-projekt.de.

00:15:12: Ich habe schon das Thema KI angesprochen und KI spielt hier eine ganz entscheidende Rolle in der Veränderung von unserer Epistemologie.

00:15:19: Es gibt in der KI ein Phänomen, das nennt sich Psycho-Fancy – es gibt da verschiedene Studien zu aus dem Jahr twenty-fünfundzwanzig zum Beispiel ganz frische Sachen die Folgen des zeigen und das ist ja vielleicht auch schon aufgefallen.

00:15:32: KI besitzt das Phänomen der Psychophency und es bedeutet, KI hat nicht das Ziel in erster Linie dir wahre Dinge zu vermitteln.

00:15:40: KI hat das Ziel von dir genutzt zu werden.

00:15:43: Und deswegen ist die KI in der Lage zu Halluzinieren so nennt man das.

00:15:47: Das bedeutet sie erfindet eventuell Informationen oder sie verdreht Informationen und ganz besonders ist sie sehr bestrebt dir zuzustimmen.

00:15:56: Du musst ein bisschen Arbeit leisten, damit eine KI dir wirklich mal zwischen reingerätcht und sagt also nee da liegst du vollkommen falsch.

00:16:02: Du musst dich mit Prompts auskennen um die KI so einzustellen, damit sie das bei dir tut!

00:16:08: Denn ungepromptet und ungeübt werden die meisten KIs folgendes machen Sie werden dir erst einmal zustimmen und zwar auf Basis dessen was du bisher mit der KI kommuniziert hast.

00:16:19: Sie analysiert also naja wann nutzt sie mich?

00:16:22: Und welche Themen sind meinem Nutzer wichtig?

00:16:24: Wie ist er so weltbildlich verankert, also wird sie dir in diesen Bereichen versuchen zuzustimmen.

00:16:29: Das nennt sich Psycho-Fancy und diese Psycho Fancy ist natürlich ein Faktor der wahnsinnig gegen die Tugendepistemologie geht!

00:16:38: Denn wenn ich sage KI wird es zu einem maßgeblichen Faktore der Informationsvermittlung und auch der Informrationsverarbeitung dann werden diese ganzen epistemologischen Tugenden untergehen.

00:16:50: Es gibt also jetzt Pastoren zum Beispiel und Vortragende, die ihre Vorträge alle mit KI schreiben.

00:16:56: Die sagen also nur ja das ist das Thema!

00:16:58: Und die nicht einmal Informationen reinstreuen sondern einfach sagen hey gib mir alle Informationen und dann schreibt mir daraus ein Artikel oder mir Predigt oder einen Vortragen und dann halte ich den halt und tu so als wäre das mein Gedankengut.

00:17:11: Das tötet epistemologische Tugenden.

00:17:17: Mach dir das mal bewusst wie es dann aussieht in Zukunft.

00:17:20: Wenn Wissensvermittlung bedeutet ein anderer denkt für mich, also diese KI und die stimmt mir auch immer tendenziell zu.

00:17:26: Dann gewöhnen wir uns an dass wissens vermittlung nicht verbunden wird mit einem korrektiv Und das verschlimmert eigentlich die inflationäre Situation unserer Argumente, dass dann nämlich tatsächlich klar wird, naja gut deine KI stimmt dir zu.

00:17:43: Meine KI stimmt mir zu aber unsere KIs haben ja Zugang zu allem Wissen.

00:17:47: also scheint es alles uneindeutig zu sein.

00:17:50: wenn selbst die KI für alle seine Meinung findet und alle Fakten besitzt Dann ist jeder Fakt uneindeutig.

00:17:57: und hier kommen wir in einen absoluten relativistischen Punkt, also eine relativistische Epistemologie.

00:18:05: Die sagt es gibt keine Erkenntnis Es gibt kein Wissen, es gibt keinen Faktum.

00:18:10: Und das sind Phänomene die wir auch unserer Postmoderne bei manchen Menschen wahrnehmen.

00:18:14: Die sagen... ...die Wahrheitsfrage ist irrelevant.

00:18:17: Sie ist nicht beantwortbar.

00:18:19: Ich glaube wie.

00:18:20: wir als Christen müssen aber daran festhalten dass es Wahrheit gibt.

00:18:23: Sonst haben wir ein großes Problem unter anderem mit der Grundlage unseres Glaubens, nämlich der Bibel.

00:18:27: Wahrheitsliebe wird durch KI nicht gefördert sondern die Verringerung der Epistemologie auf reine Fakten.

00:18:35: Die Bibel selber gibt uns ein anderes Bild.

00:18:37: Ich glaube die Bibel redet von einer Tugend-Epistemologie Und einen sehr interessanten Text hierzu ist zum Beispiel der klassische Text über Apologetik erster Petus III vers.

00:18:49: Seit alle Zeit bereit zur Verantwortung gegenüber jedermann der Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die ihr euch ist.

00:18:55: Und hier hören die meisten auf!

00:18:56: Wir denken das es der Fährs.

00:18:58: aber es gibt ja einen kleinen aber entscheidenden Zusatz denn er sagt und zwar mit sanft Mut und Ehrerbietung.

00:19:08: Was dieser Text also macht obwohl das meistens nicht beachtet wird ist folgendes Er verbindet die intellektuelle Arbeit Mit der Tugendarbeit.

00:19:21: Es wird also gesagt, du musst die Arbeit machen ein Argument zu liefern.

00:19:24: Du musst eine Verteidigung liefern.

00:19:25: nur lieb und nett sein ist es nicht.

00:19:27: Aber du musst das in einer Art und Weise tun Und hier geht es jetzt um epistemologische Tugenden Die mit der Informationskommunikation zu tun haben.

00:19:35: Du musst also Tugendem besitzen die Erkenntnis beim anderen fördern.

00:19:40: Sonst kannst du mit Argumenten nichts erreichen Die weitere Texte die dir das unterstreichen.

00:19:45: Ich glaube Matthäus Fünff Vers Acht Seelig sind, die reinen Herzens sind.

00:19:50: Sie werden Gott

00:19:51: schauen.".

00:19:52: Auch interessant!

00:19:53: Hier geht es also wieder um Erkenntnis.

00:19:55: Gott schauen, Gott erkennen und die Verbindung des reinen Herzens.

00:19:59: Also wieder eine Frage von Charakter-und Tugendt.

00:20:02: Matthäus XIII, das Leidnis vom Seemann macht sehr deutlich dass der Same, der gesät wird immer dieselbe Qualität hat.

00:20:09: Können wir dazu sagen?

00:20:10: Das Argument ist überall gleich gut.

00:20:12: Nur... Die Grundlage des Menschen, der ist empfängt, ist anders.

00:20:17: Diese Grundlage kann ich mit dem reinen Samen nicht verändern.

00:20:21: Der Same sorgt also nicht dafür, dass der Boden jetzt irgendwie aufgesprengt wird und er trifft so hart auf den Stein das die Steine weg schleudern sondern der Same kommt auf den Boden und ob er aufgeht oder nicht ist bereits vorher entschieden.

00:20:36: Man könnte weitere Texte nehmen zum Beispiel Sprüche fünfzehn fährst zwarund dreißig und trahendreißig wo es auch um die Verbindung von Demut und Zurechtweisung geht, also auch hier im didaktischen Bereich das mit didaktischem Prinzipien auch Charakterprinzipien verbunden werden müssen.

00:20:54: Und so glaube ich dass die Bibel hier ein gesünderes und ganz zeitligeres Konzept entwickelt als wir es in unserer Postmoderne haben.

00:21:00: Was ist die Konsequenz für Apologetik meiner Ansicht nach?

00:21:04: Das ist vielleicht interessant für alle die sich in diesem Bereich vertiefen wollen und vielleicht stimmen mir auch manche nicht zu, vielleicht ecke ich da auch an bei manchen weil das zu soft klingt aber ich glaube Wissensargumente werden weniger wichtig, sondern ich glaube mit der Vermittlung des WissENS muss eine andere Frage kommen.

00:21:22: Nämlich du als mein Gegenüber besitzt zu überhaupt die nötigen Tugenden damit du wissen erlangen kannst und diese frage müssen wir konkret stellen an unser gegenüber und an unsere gesellschaft.

00:21:39: ein klassische frage die man hier stellen könnte wäre zum beispiel angenommen Deine Religion oder deinen Glaube erweist sich als falsch.

00:21:50: Würdest du ihn verlassen?

00:21:54: Das ist keine intellektuelle Frage, das eine Tugendfrage und diese Frage kann sehr kraftvoll sein weil sie den anderen herausfordert nicht darüber nachzudenken was das beste Argument sondern bin ich überhaupt ein wahrheitssuchender Mensch?

00:22:10: Man könnte auch anders fragen zum Beispiel Was wenn Ich recht habe wärst Du bereit dass jetzt in unserem Gespräch einzugestehen, also eine Frage an die Tugend der Kommunikation von Wissen.

00:22:24: Werst du bereit einzugestehen das ich recht habe und wenn der andere sagt nein dann kannst du genau da ansetzen und sagen Du kannst noch so gute Argumente bringen und Ich kann noch so guter Argumenten bringen Wenn diese Tugen bei dir nicht vorhanden ist Dann ist dieses Gespräch sinnlos.

00:22:42: Jetzt kannst du diese Tuge wie ich vorhin gesagt habe nicht in einem Moment erzeugt Und wir müssen einen Raum schaffen, in dem diese Tugend gefördert wird und indem der andere ermutigt wird, die Tugenden auszuleben.

00:22:55: Und ich glaube das geschieht am besten dadurch dass wir diesen Tugende einüben und ausleben.

00:23:03: Auch hier haben wieder ein Dilemma denn in unserer Zeit der ganz schnellen Wissensaneignung, der schnellen Produktion von Argumenten und Videos

00:23:10: usw.,

00:23:12: kann es sein, dass wir selber für uns diese Turgenden missachten, dass sie selbst bei uns nicht fördern.

00:23:20: Und was also für ein Bild entstehen kann, das ist ja ein Vorwurf der gerade im politischen Bereich aber auch im religiösen Bereich immer häufiger kommt, ist Engstörlichkeit und Radikalisierung.

00:23:34: dem Gegenteil von diesen epistemologischen Tugenden.

00:23:36: Das heißt Leute sind irgendwie festgefahren, sie haben Scheuklappen Sie haben nicht eine Erkenntnisweite, sie schauen sich nicht an was es noch gibt sondern sie sind auf ihrer Schiene und sagen egal was kommt.

00:23:47: ich weiche davon nicht ab und wir Christen vermitteln manchmal genau das gleiche Und ich würde sagen es gibt eine gesunde Art und Weise das zu tun.

00:23:54: Ich glaube ist es nicht egal was du glaubst und ich persönlich würde nichts sagen Ob jetzt Jesus, der Herr ist und ob er von den Toten auferstanden ist, das ist ja schlussendlich irrelevant.

00:24:02: Nein es ist die wichtigste Frage meines Lebens!

00:24:04: Und ich bin fäsenfest davon überzeugt dass das stimmt.

00:24:08: Aber gleichzeitig muss ich lernen.

00:24:10: Dennoch trotz meiner Überzeugung Trotz meines festen Glaubens dem anderen zuzuhören Und nicht einfach nur hier mit Confirmation Bias zu arbeiten Oh wo ist der Fehler beim Anderen?

00:24:22: Sondern ihm tatsächlich ZUZUHÖREN weil ich etwas von ihm Lernen kann Weil vielleicht lieg' ich falsch.

00:24:27: Bisher glaube ich nicht, dass ich falsch liege.

00:24:29: Aber es könnte ja sein!

00:24:31: Und diese Tugend muss sich mir also festigen in meinem Charakter und ich muss sie einüben in jedem Gespräch zu sagen Ich werde dir zuhören als wäre meine Meinung du sagst die Wahrheit.

00:24:42: Ich werde dich zuhöhren als wäre meiner Meinung Du hast mir etwas zu sagen auch wenn ich dann nicht das annehmen muss was du mir sagst.

00:24:51: Das ist zum Beispiel eine Tugende von Demut.

00:24:54: Diese Tugenden müssen wir den Menschen zeigen als Christen.

00:24:59: Jesus selber sagt über sich, ich bin sanftmütig und von Herzen demütig.

00:25:03: Was sehr deckungsgleich ist mit dem was wir in erster Petersdreifers Fünfzehn finden.

00:25:08: Und ich glaube, Jesus hat keinen Mangel an Sicherheit gehabt.

00:25:11: Jesus war nicht irgendwie von Minderwert betroffen oder war so ein unsicheres Mäuschen das einfach jede Meinung sofort angenommen hat.

00:25:19: Jesus wusste ganz genau wer er ist und was die Wahrheit ist.

00:25:23: Dennoch war er offensichtlich bereit sich mit dem zu beschäftigen, was um ihn herum vor sich ging.

00:25:30: Er hätte ja in seinen Sphären bleiben können und sagen können auch ihr seid alle so weltlich und ich bin so geistlich.

00:25:35: aber er begabt sich in diese Welt und setzte sich an einen Tisch mit den Sündern, mit den Zöllnern, mit dem Prostituierten und er hörte ihnen zu.

00:25:46: Er begegnete ihnen und ich glaube, dass hier Jesus genau diese Tugenden auslebt.

00:25:51: Die ist überhaupt.

00:25:52: diesen Menschen ermöglichten die Wahrheit in Jesus Christus zu erkennen.

00:25:56: Er kam also nicht einfach nur als ein harter Lehrer sondern er kam als jemand der ganzheitliche Erkenntnis ermögligt.

00:26:04: was es mein Fazit?

00:26:06: Was ist meine Aufforderung?

00:26:07: Meine Auffordung ist also die folgende mach weiter damit dir Wissen anzueignen.

00:26:12: Das brauchst du und ich glaube auch hier haben wir einen Mangel, weil wir immer wieder diese technischen Maschinen jetzt für uns denken lassen.

00:26:18: Wir müssen unser Denken trainieren.

00:26:19: das geht auch dadurch dass wir einfach Bücher lesen, uns selber Wissen aneignen und nicht bei jeder Frage sagen ach da spuckt mir die KI schon raus sondern uns selber mal in die Quellen begeben und sagen Ich werde mich da durchkauen!

00:26:30: Das ist auch eine Tugend nämlich der Beständigkeit Die ebenfalls zu den epistemologischen Tugenden gehört.

00:26:36: Also eignet dir Wissen An Aber Arbeite an deinen Tugende Übe dich in Disziplin.

00:26:45: Nehmt ihr also ein Buch, setzt dir eine Zeit und ließ dieses Buch!

00:26:51: Spring nicht nach dreizig Seiten ab und sag auch den Rest hol' ich mir per KI KAU DICH DURCH.

00:26:57: Du wirst ganz praktisch deine neuronalen Bahnen dadurch trainieren Und du wirst deine Kompetenzen stärken die es dir ermöglicht weiter wissen zu erlangen.

00:27:07: Schärfe deine Tugenden im Demut.

00:27:08: das heißt lerne Menschen zuzuhören.

00:27:11: Lerne, bevor du Argumente hörst.

00:27:12: Nicht leicht zu sagen wie dumm ich habe recht sondern lerne zu sagen Ich habe zu lernen.

00:27:20: und das heißt nicht dass alle anderen richtig liegen.

00:27:23: es kann sein dass sich in allem Recht haben der Anderen allen falsch liegt aber in meiner Identität bin ich ein lernender.

00:27:30: unsere Identität als Christen ist jünger von Jesus und das bedeutet wir sind lernende Und natürlich ist unser Lehrmeister Jesus Christus.

00:27:37: Aber das bedeutet nicht dass wir nicht von anderen Menschen auch lernen können.

00:27:41: Also übe selbst diese Tugenden ein.

00:27:45: Lasse es nicht bei Seite dir trotzdem Wissen anzueignen, aber übe diese Tugen ein!

00:27:50: Dann müssen wir einen höheres Niveau bei unserem Gegenüber verlangen.

00:27:55: Wir müssen vom Gegenüber verlangen dass er eben mir auch nicht nur wissen irgendwie hinknallt oder Fakten auf den Tisch legt sondern wir müssen auch von gegenüber erwarten das er diese epistemologischen Tugendern auslebt.

00:28:06: Demut, Beharrlichkeit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit... und so weiter, und sofort.

00:28:12: Intellektuelle Offenheit zum Beispiel.

00:28:13: Neugier sind supertugenden die mit der Epistemologie zu tun haben.

00:28:18: Wir müssen also z.B.

00:28:19: neugewecken bei Menschen.

00:28:20: wir müssen wieder einen Raum schaffen in unseren Kirchen indem Menschen nicht Angst haben Dinge zu erfahren sondern in dem Menschen neugierig werden neues zu lernen auch wenn es vielleicht ihr Glaubenskonzept durchbricht.

00:28:33: Und wir müssen dennoch eine Verbindung schaffen zwischen der Komplexität des Denkens und der Einfachheit des Herzens.

00:28:41: Wenn wir eines davon streichen, entfernen wir uns von biblischer Epistemologie – die Einfachkeit des Herzens ist von Nöten damit wir den Charakter Gottes erkennen und die Komplexität unseres Denkens ist vom Nöte damit wir mündig werden.

00:28:53: Das Problem unserer Zeit ist nicht das Menschen zu wenig Wissen haben.

00:29:00: es ist dass Menschen dieses Wissen offensichtlich nicht annehmen können Und vielleicht haben wir die Möglichkeit auch in unserer medialen Zeit genau das zu nutzen um auch hier eine Botschaft zu vermitteln an die Menschen, die unsere Botschaft hören.

00:29:17: Hört mir nicht einfach nur zu und glaub was ich sage ohne Grund sondern werde zum mündigen Menschen!

00:29:24: Und ich glaube ein mündiger Mensch der die Wahrheit sucht, so sagt die Bibel, der wird sie

00:29:29: finden.".

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